Wettkampfbericht zum 6. Bankdrück-Cup der Europa Uni Viadrina in Frankfurt (Oder)

Hallo liebe Leser, Vereinsmitglieder und Athleten, wie in diversen anderen Medien angekündigt, nun ein ausführliches Resümee des Bankdrückturniers in Frankfurt/Oder 2017 durch den Ausrichter Universität Viadrina. Als Titel könnte man es gut *Ein Wettkampf zum lernen, prägen und neuen Erkenntnissen erwerben* nennen. Denn wie aus der Besonnenheit anfänglich im teilen oder posten von Fotos, Videos etc. zu erahnen war, durchliefen wir an dem Tag eine Achterbahn der Gefühle. Die Anreise erfolgte gesponsert im Mannschafts-Van einer unserer Gönner. Pünktlich vor Ort ging es gleich zur Waage und dort stellten wir erstaunt fest, dass unser Juri und Caspar wesentlich leichter waren als beide zuvor selbst vermutet hatten. Nur unser Paul lag in etwa auf seinem angepeilten Körpergewicht. Und das sollte sich in abgewandelter Version im Wettkampf widerspiegeln. Während Paul und Caspar in der ersten Startgruppe loslegten, durfte Juri als Senior sich noch etwas ausruhen und begann später im 3. Startfeld. Paul überzeugte gleich mit einem gültigen Anfangsversuch und Bestleistung, der aber nicht ohne Kritik des Hauptkampfrichters einherging. Im Anschlussgespräch mit Trainer Bob wurde eine kurze Fehleranalyse und die Neuausrichtung für den 2. Versuch festgelegt. Bei Caspar entwickelte sich die Situation anders, sein ungültiger Anfangsversuch erwies eine sehr hohe Unruhe. Ob durch Nervosität in der angespannten Situation war zu dem Zeitpunkt nicht möglich zu erkennen. An fehlender Leistungsstärke kann es definitiv nicht gelegen haben, das Belegen eindeutig die Trainingswerte. Im Gespräch mit Trainer Bob bemängelte er die extrem lange Ablageruhephase der Hantel auf der Brust, die so nicht normal und bei anderen Wettkampfteilnehmern auch nicht zu sehen sei. Nun der 2. Versuch, dort konnte sich Paul um weitere 2,5 kg zu einer erneuten persönlichen Bestleistung steigern. Bei Caspar war dann tatsächlich eine sehr lange Phase zum Press(Drück)-Signal des Hauptkampfrichters sehen, diesen er dann ebenfalls ungültig beendete. Den 3. Versuch runden wir kurz ab, Paul setzte alles auf eine Karte und versuchte sich um unglaubliche 5 kg zu steigern, was dann leider knapp misslang. Auch Caspar stellte sich erneut der Herausforderung, was dann geschuldet durch die Härte des Wettkampfes seinen Tribut zu zollen, ungültig endete. Hier ist zu erwähnen, dass eine unbeteiligte Wettkampfleiterin, wie sich später herausstellte, Paul nach dem 2. Versuch ansprach und ihm ohne ersichtlichen Grund mitteilte: "bei ihr wäre der Versuch ungültig gewesen". Diese Kritik ist während des Wettkampfes völlig unnötig und deplatziert. Fehleranalyse und Verbesserungsvorschläge sollten immer im Anschluss eines beendeten Wettkampfes erfolgen, sie beeinflussen oft äußerst negativ die mentale Stärke der Athleten und verunsichern sie. Der Trainer hat die Aufgabe der Analyse und positiven Veränderung im Wettkampf, zudem entscheidet der eingesetzte Hauptkampfrichter über gültig oder ungültig. Zum Glück hat jedoch unser Paul ein dickes Fell und ließ sich nicht beeindrucken. Glückwunsch also zu seiner gezeigten Leistung und den 3. Platz in seiner Gewichtsklasse. Aber auch großen Respekt an Caspar, dass er seinen Wettkampf trotz der Negativwertung nicht vorzeitig beendete und bis zum Schluss alles gab und kämpfte. Bei Juri unserem Senior im Feld, entwickelte sich die Situation noch heikler. Vor Beginn hoch motiviert und guter Dinge, erlebte er in seinem 1. Versuch urplötzlich einen stechenden Schmerz im Rücken und beendete diesen vorzeitig. Nach Behandlung durch Trainer Bob wollte er nicht aufgeben und stellte sich mit hohem Ehrgeiz dem 2. Durchgang. Auch hier sollte ihm der Körper vorzeitig den Dienst verweigern, es kamen neben den Rückenproblemen, zu starken Schmerzen in der linken Schulter. In Absprache mit Trainer Bob entschied dieser, sofortiger Abbruch des Wettkampfes und Behandlung durch den vor Ort anwesenden Sanitätsdienst. Diese kühlten die Schulter soweit, dass die Schmerzen erträglicher wurden und trotz der Enttäuschung langsam ein Lächeln in Juris Gesicht zurückkehrte. Alles in allem ein Wettkampf der uns viele neue Erfahrungen brachte, die nicht immer positiv ausfallen können. Aber diese formen den Charakter und bringen nicht nur den Athleten, sondern auch den Betreuern und den Trainern neue Ansichten in Zusammenhalt und in der Arbeit. Um diese dann richtungsweisend für eine starke Zukunft des Vereins und seiner Athleten aufbauend einzusetzen. Wir werden im nächsten Jahr mit einer mental stärkeren und physiologisch besser aufgebauten Mannschaft wiederkommen und den 8. Platz in der Gesamtwertung von diesem Jahr(mit Punkte von nur einem Athleten *Danke Paul*) wesentlich verbessern. Also Vereinsmitglieder ran an die Hanteln und Geräte, wir schaffen das wirklich!!!!!!!! PS. Ist jetzt etwas länger geworden und paar Fotos/Eindrücke vom Wettkampf und dem im Anschluss durchgeführten Grillerchen in Berlin-Schmöckwitz sind jetzt eingefügt. Sport frei euer ACK-Berlin e.V.

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